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Oribi Analytics: Mehr Insights, weniger Arbeit? – Wir haben´s getestet

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Oribi Analytics ist ein Webanalysedienst der Oribi Ltd., der verspricht aus Daten automatisiert echte Insights zu generieren. Wer sich bereits einmal mit Google Analytics & Co. beschäftigt hat, weiß, wie schwer es sein kann, aus der Datenflut Erkenntnisse zu ziehen. Deshalb fanden wir das Konzept spannend und waren begeistert von dem Angebot, Oribi einen Monat lang kostenlos zu testen. Welche Erfahrungen wir dabei gemacht haben, und ob Sie zukünftig von Oribi profitieren können, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Was unterscheidet Oribi Analytics von andern Webanalysediensten?

Diese Features liefert Oribi:

  • Automatisches Ereignistracking (Klicks, Formulare, Scrolltiefe, …)
  • Automatisches highlighten von wichtigen Informationen.
  • Funnel Tracking
  • Marketing Attribution
  • Ereignis-Korrelationen

Die meisten Features dieser finden wir auch in anderen Analytics Tools. Lediglich eine andere Art der Darstellung und der Datensammlung macht für uns noch kein besseres Tool – auch wenn die Aufbereitung der Daten über weite Strecken wirklich ansprechend umgesetzt wurde.

Zwei der Features stechen hervor

Vor allem das automatisierte Ereignistracking, welches laut Oribi sämtliche Ereignisse erfasst (und zwar von Beginn an) und die Ereignis-Korrelationen, die sich natürlich auch auf Conversions beziehen, hatten unser Interesse geweckt.

Vorteil: Oribi lässt sich mit nur einem Codeschnipsel installieren. Mehr ist nicht nötig. Sehr praktisch!

Automatisiertes Ereignistracking

Korrektes Ereignistracking in Google Analytics über den Google Tag Manager kann sehr zeitraubend und auch kompliziert sein. Ein Online Marketing Manager ohne technisches Verständnis benötigt einige Zeit sich mit dem Tag Manager und all seinen Funktionen vertraut zu machen.

Vorteil: Mit Oribi muss kein Event vorher manuell definiert werden. Die Zeitersparnis kann enorm sein.

Funktioniert das auch in der Praxis?

Zunächst ja. Jeder Button und jeder Link wird  auf allen Seiten gemessen. Nach der Installation bekommen wir eine Liste mit einer Menge Ereignissen ausgespielt.

Der Eventname richtet sich dabei meist nach dem Klick-Text. Bei gefühlt tausenden von Ereignissen den Durchblick zu behalten, ist am Anfang schwierig. Oribi möchte, dass wir 5 relevante Ereignisse aussuchen und diese als sogenannte „Pinned Events“ (Conversions) anlegen.

Für die meisten Seiten sind 5 unterschiedliche Conversions wahrscheinlich genug. Wer mehr analysieren möchte, kann diese jederzeit austauschen. Es werden schließlich alle Conversions über die Ereignisse dauerhaft gemessen.

Leider ist aber auch Oribi nicht in der Lage sämtliche Formularübermittlungen direkt zu erkennen. So erkennt Oribi beispielsweise eine Seminaranmeldung auf unserer eMBIS-Website nicht standardmäßig. Da wir bereits nach Google Analytics ein Custom Event bei einer Seminaranmeldung schicken, können wir dies aber einfach importieren.

Hinweis: Dieses Problem tritt häufig bei Ajax- oder auch Ninja-Forms auf.

Wer mit Oribi startet, kommt bei diesem Punkt wahrscheinlich schon nicht mehr ohne Unterstützung eines Web Analysten oder Developers aus.

Dennoch…

Auch wenn nicht alles zu 100% ohne anpassungsaufwand funktioniert, liefert Oribi mit dem automatischen Ereignistracking einen erheblichen Mehrwert.

Die Vorstellung zu wissen, dass…

  • jeder Button,
  • jeder Link,
  • jedes Scroll-Ereignis

ab der Installation von Oribi auf einer Seite, getrackt wird, ist beruhigend.

Häufig tauchen die Fragen der Marketingmanager und Entscheider erst im späteren Verlauf auf. So fragt man sich, wie oft dieser eine Button (also der, der ausgerechnet nicht getrackt wurde) geklickt wurde und ob dieser wirklich wichtig ist.

Außerdem werden die Seiten trotz der Bitte an die IT, über Änderungen informiert zu werden, oft leicht angepasst. Das Aufsetzen des Trackings für zunächst vermeintlich unwichtige Elemente einer Seite wird dann meist verschoben, vergessen oder als für zu unwichtig deklariert.

Großer Vorteil:  Alles wird dauerhaft gemessen und Oribi informiert sogar über neu hinzugefügte Buttons.

Oribi Analytics Intelligence

Neben der Abnahme des grundlegenden Trackings verspricht Oribi wichtige Erkenntnisse zu sammeln und deren Zusammenhänge zu verstehen. Ganz neu ist das für einen Google Analytics Nutzer im Jahr 2019 nicht mehr.

Schon seit einiger Zeit liefert Google Analytics Intelligence regelmäßig wichtige Informationen und Anomalien. Bisher noch unauffällig am rechten Rand, rechnen wir zukünftig mit einer Ausweitung dieses Features.

Erkenntnisse in Oribi Analytics – Beispiel

In diesem Beispiel wird der Kanal Google Ads mit Google Organisch, auf Basis des Button-Klicks „Jetzt zum Seminar anmelden“, verglichen: Google Paid convertiert demnach doppelt so häufig wie Google Organisch.

Folgendes sollte hierbei aber bedacht werden:
Das Nutzer über Google organisch häufiger auf der Startseite und im Blog landen, wird bei der Aussage oben, völlig vergessen. Die 1,7% Conversionrate für Google Organic könnte durch das Beschränken auf dieselben Zielseiten wie in Google Ads deutlich höher oder niedriger ausfallen. So wie diese Aussage hier steht, führt sie leider mehr in die Irre, als dass sie eine Erkenntnis liefert.

Grundsätzlich fanden wir die Erkenntnisse im Oribi Dashboard jedoch hilfreich. So wird unter anderem darauf hingewiesen, dass die meisten Nutzer, bevor sie sich zum Seminar anmelden, embis.de häufiger besuchen.

Die Ergebnisse sollten, wie immer in der Web Analyse, kritisch hinterfragt werden.

Oribis Dashboard:

Neben dem übersichtlichen und etwas anderem Dashboard sind uns folgende weitere Features positiv aufgefallen:

Der Seitenbericht

Sauber und übersichtlich zeigt der Seitenbericht, wie der Nutzer mit der Seite interagiert hat, über welchen Kanal er gekommen ist und wie sich die Seitenbesucher entwickelt haben.

Die Möglichkeit einfach mehrere Funnel anzulegen

In Oribi haben Sie die Option, gleich mehrere Funnel anzulegen und diese zu visualisieren. So kann zum Beispiel, neben dem klassischen Conversion-Funnel, auch ein Funnel angelegt werden, der anzeigt wie viele Nutzer den Blog lesen und konvertieren.

Die Standard E-Mail Updates

Oribi schickt standardmäßig bereits vorgefertigte Berichte mit den Trends und den wichtigsten Kennzahlen per E-Mail.

Event- (Ereignis) Korrelationen in der Praxis

Nur wenige Besucher melden sich beim ersten Besuch auf embis.de an. Trotzdem soll auch der erste Besuch eines Nutzers bewertet werden können.

Wir sind also auf der Suche nach Ereignissen, die häufig von Nutzern, die sich auch für ein Seminar anmelden, ausgeführt werden.

Genau diese Korrelationen möchten wir finden. Konkret ergeben sich daraus unter anderem folgende Fragen:

  • Melden sich Nutzer, die die Seminarinfos gedownloadet haben, mit höherer Wahrscheinlichkeit an?
  • Gibt es weitere Events oder besuchte Seiten, die die Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Seminaranmeldung erhöhen?

Im Vergleich zu allen anderen Usern, haben Nutzer, die sich das PDF mit den Seminarinfos gedownloadet haben, sich 4,5-Mal häufiger zum Seminar angemeldet. Unsere Annahme, dass der PDF-Download der Seminarunterlagen ein wichtiger Indikator für eine zukünftige Anmeldung ist, wurde bestätigt.

Fazit

Oribi ist ein sinnvolles Tool zur Ergänzung anderer Webanalyse-Dienste. Positiv finden wir vor allem das automatisierte Ereignistracking und den einfachen Aufbau, der es auch unerfahrenen Marketern ermöglicht, aus den Webanalyse-Daten echte Erkenntnisse zu gewinnen.

Gleichzeitig bedeutet der simple Aufbau auch Einschränkungen in Hinsicht auf Filtereinstellungen, Segmente und Zusammenfassungen. Tiefergehende Analysen können nur schwer umgesetzt werden.

Wir, als intensive Google Analytics-Nutzer, sehen in Oribi nur einen Mehrwert durch das automatisierte Ereignistracking und die damit verbundenen detaillierten Seitenberichte. Ob diese Features, die doch stolze 300$/ Monat für Einzelanwender (Agentur mit 5 Websites, weniger als 100$ pro Website/ Monat) rechtfertigen, hängt vom Unternehmen ab. Wer seine Website häufig anpasst und interaktiv gestaltet, für den lohnt sich Oribi vielleicht.

Eine „Free Trial“ können Sie auf https://oribi.io/ jederzeit starten.

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Oribi gemacht? Dann freuen wir uns auf Ihre Kommentare! Gemeinsam können wir die Webanalyse noch aufschlussreicher und besser machen!

Der Beitrag Oribi Analytics: Mehr Insights, weniger Arbeit? – Wir haben´s getestet erschien zuerst auf Online Marketing Blog – eMBIS Akademie – der Blog für Online Marketer.


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